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Sekunden des Alltags

// Es war nicht später als 16:00 Uhr – als sie Ihm begegnete. Etwas gezwungener und doch lang anhaltender Blickaustausch, geprägt von dem Lärm – der Ihn umgab.//

Ich sah sie etwas länger in diesem Zustand an. Es schien schon ewig anzuhalten, so zart und wunderschön zugleich. Sah ich Sie doch mit anderen Augen, in dem Moment der Einsamkeit. Gar stehn geblieben schien die Zeit, ohne die Rücksicht auf Verluste – prägte sie mein Herz.

Auch flossen innerlich die Tränen, die dem Ende gewidmet waren – welches unausweichlich war. Betrachtend blickte ich noch einmal – ohne sehr aufdringlich zu sein. Ihre Haarespracht, rührte sich im Zug der Einkaufsstrasse und lies die einzeln Wundersträhnen an dem wohl zärtlichsten Gesicht anlehnen. Die Wimperntusche, in Eile und mit wenig Sorgfalt aufgebracht – stach mir ins Auge, ohne sehr auffällig zu sein. Das Lipgloss strahlte nicht aufgrund der Farbe, es waren eher diese Lippen – die jedes einzelne Detail in der Umgebung in den Schatten stellten. Auch gab es diese kleinen Fehler , so waren sie für mich die Schönheit überhaupt. Die eng anliegenden Jeans betonten all ihre wunderschönen Kurven und zogen mich einfach in ihren Bann. Man roch schon auf Entfernung, dass sie eine Wolke aus Channel Nr.5 umgab und jegliche Aufmerksamkeit beim männlichen Geschlecht hervorruf.

Es dauerte nur wenige Sekunden, bis ich Sie nicht mehr in der Menge sah – doch fühlte ich noch Stunden und saß ganz reglos dar.

// Das wohltuende Gefühl des Anblicks der Schönheit verblasste immer mehr in den weiteren Stunden der Einsamkeit und brachte eine unbegreifbare Leere in den Alltag ein. //

1 Kommentar 9.4.08 18:02, kommentieren