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neue Gedanken

 

Es war sechs Uhr morgens, als er aufwachte und aus seinem Fenster starrte, wobei er nur die Laternen in der Dunkelheit sichten konnte. Er stellte sich die Frage, warum er so früh auf den Beinen ist und schloss die Augen für einen kurzen Augenblick. Wer umgibt ihn bzw was ? Bildete das seine Umwelt? Die Umwelt aus seiner Sicht betrachtet, aus nur wenig Personen bestehend - die er überhaupt erst wahrnahm, zwang ihn zur Kapitulation gegen das eigene Gewissen. Der grausige Gedanke, der ihn langsam umringte, sich dem Teufel anzuschliessen und in das ewige Paradies der Dunkelheit einzudringen, war ihm nicht fremd. Jedoch machte ihm die Tatsache, dass er glaube er sei im Himmel, mehr Angst - als der Packt mit dem Teufel. Im Endeffekt machte er sich sorgen, dass er genau wusste, dass so gut wie jede Tat ein Mittel zum Zweck ist! Sind wir so banal geboren? Werden wir so grausam aufgezogen? Er liess sich nicht durch das Klingeln des Telefons aus der Ruhe bringen und führte seinen Gedankengang fort: Warum klingelt das Telefon? Klingelt es aus reinem Zufall? - vom Herzen, aus dem Bauch heraus ruft ihn einfach jemand an? Oder ist es einfach die banale Tatsache, dass jemand was von ihm will? Er beschloss, bei der ersten Tatsache zu bleiben - wobei er genau wusste, dass die zweite die einzig Richtige ist !

3.5.07 21:25, kommentieren



Der elende Alltag und die gewissen Minuten Ruhe...

 

Mit dem Gefühl, dass er auf der Stelle einschlafen könnte, überschreitete er wie jeden Morgen, jeden Tag, jede Woche, alle fünf Tage und zur gleichen Zeit, die Türschwelle. Im Hintergedanken das ständige schlechte Gewissen, warum er nicht einfach im Bett geblieben ist und auf den paradoxen Alltag verzichtet hat. Er ließ sich zu der Annahme inspirieren, dass der Alltag vielleicht doch nicht so Sinnlos ist, weil er sonst nur Sinnlos rumstizen würde. Diesen Gedankengang zu hinterfragen, schien ihm nicht fremd zu sein und doch erfüllte ihn ein zufriedenes Gefühl mit einem ruhigen Gewissen. Mit jedem Schritt, verändern wir unser Leben?! Wie in seiner Kindheit kam ihm der Augenblick vor, der von dem warmen Hauch seines Atems und des wunderschönen Anblicks der Wiederspiegelung dessen in der eisigen Luft, geprägt war. Nach einem kurzen Blick auf den Boden, verharrte sein Blick auf seine Schuhe, mit der Vorstellung seiner Kinderschuhe, die er immer im Winter trug. Er versank in Gedanken: "Eine wunderschöne Landschaft, mitten in den Wüsten Kasachstans, geprägt von einer einzigen Decke aus weißem Gold. So perfekt und wunderschön, wie sein sorgenloses Leben in den Kinderschuhen und den zwei einzigsten Personen auf der Welt, die man liebte. Der hervorstechende Geruch, der von dem Dampf aus dem Kamin kam, lies ihn schon in den Kinderschuhen, das Gefühl der Wärme und Geborgenheit in seinem zu Hause spühren. Mit einem anderen Blick in die Ferne, die alles andere alles wunderschön in unseren Augen wiederspiegeln würde, war für ihn nicht mal wahrzunehmen. - Warum können wir nicht in unseren Kinderschuhen bleiben und sich im Leben über die kleinsten Dinge und sinnlosesten Aktionen begeistert freuen? Er starrte auf seine Füße und fragte sich ob er den nächsten Schritt, der wie jeder Schritt, alles zuvor in den Sekunden geschehene in die Vergangenheit setzt, tun soll. Mit einem kurzem Wischen über das Glas seiner Uhr, die mit Feuchtigkeit beschlagen war, erblickte er die Uhrzeit und ihm wurde klar, dass er sich beeilen musste. So gingen die Gedanken, wieder dort hin, wo sie wohl immer bleiben, in den Momenten der Ruhe - in den Momenten, wo der Alltag aufhört...

3.5.07 21:28, kommentieren

Eine Stunde...

 

 

Uns gehört nur die Stunde.
Und eine Stunde,
wenn sie glücklich ist,
ist viel.
Nicht das Maß der Zeit entscheidet,
wohl aber das Maß des Glücks.

 

 

(r) Schiller

 

 

 

 

 

4.5.07 16:24, kommentieren

Mit dem Alltag unter vier Augen

// Die Lampe strahlte wärme in sein Gesicht, während seine Ohren nur den Klang der klirrenden Tastaturen wahrnahmen. Sein Atem – hörte er nicht, seine Gedanken schienen zum greifen nah. Der Fuß wippte zum Takt und ließ die Umwelt leichte Ungeduld üben. Das leise Pfeifen drängte sich förmlich – aufdringlich in den Kopf. Seine Augen – fixiert auf ein Objekt, dass durch seine quadratische Form gegen jegliche harmonisch- geometrische Wahrnehmung verstieß, ließen einen leichten Schmerz fühlen. Mit einem Blick nach unten erblickte er den Schreibtisch und ihm wurde klar, wo er sich befand: //

 

Wenn man sich mal Gedanken zu seinen Kollegen an seinem Arbeitsplatz in seinem Leben und seinem Alltag macht, stößt man oft auf Interessen- und Meinungskonflikte. Man weiss, dass überwiegend nur die drei plausiblen Möglichkeiten für den Umgang mit seinen Kollegen in unserer Gesellschaft herrschen. Zu einem wäre da die Freundschaft, die man auf seinem Arbeitsplatz aufbaut. Die meiner Meinung nach öfter praktizierte Möglichkeit wäre die neutrale Umgangsart mit den Menschen, die man so gut wie jeden Tag vor seinen Augen hat. Jedoch gibt es auch noch die dritte Möglichkeit, leider auch oft der Fall – nämlich das Äußern bzw. Empfinden von Hass gegenüber seinen Begleitern in der Arbeitswelt. Die Konsequenzen die daraus folgen, führen nicht zu selten zu "mobbing" oder gar Ausführung von "verbaler" bzw im Extremfall zur "körperlichen" Gewalt. Hass ist die letze Möglichkeit - die dann eintritt, falls die Ebene überhaupt gegeben wird.

Ich – persönlich, fand nie einen Platz in diesen drei Theorien meinen Arbeitsalltag. - zu Recht, wie ich aufgrund meiner eigens praktizierten Methode behaupten kann. Das vermeiden jeglicher Konfrontationen und Missverständnissen am Arbeitsplatz, ist die Grundidee – die dieser Methode das besondere etwas gibt. Man ist von jedem isoliert, und ist doch in seiner nähe. Dem Ausführen der bezahlten Tätigkeiten steht auch nichts mehr im Wege, da die Kommunikation immer nur auf einer Ebene bleibt, die viele Menschen als Informationsauffasende- Ebene bezeichnen. Im Endeffekt zieht man nur Vorteile daraus, auch wenn dieses von vielen als Kontaktscheu betrachtet wird. Das Aussondern von Emotionen auf dem Arbeitsplatz, verschafft nicht nur einen neutralen Boden, sondern beweist die Selbstbeherrschung der eigenen Person. Leider ist die Stimmung im Nachhinein etwas Emotionsgeladen, falls es zu einer Konfrontation kommen sollte - nach so einem emotionsstillem Arbeitsalltag. Jedoch übt sich auch hier die Selbstbeherrschung und lässt viele Wege offen, wie man diese bewältigt.

 

 

Er drehte sein Kopf um einige Grad und versuchte es zu verstehen, während er diese Menschen sah - die wie eine Puppe da saßen und Marionettenähnliche Züge aufwiesen...

 

 

// Die strahlende Wärme hörte auf. Die Iris wurde größer - das Licht weniger. Die letze Lampe erlischte und die Schlosszylinder waren sehr deutlich zu hören...

 

 

23.5.07 16:57, kommentieren