Eine kurze Zeit, für diese große Bedeutung!

Die Lampe strahlte auf das Klavier, etwas vom Staub bedeckt. Stille prägte den Moment, der Raum war leer - doch er war da. Die Wärme der Heizkörper war auf der Haut zu spüren und der angenehme Duft der Kerze betörte seine Sinne. Er saß ganz reglos dar, etwas zu lebendig.

Der Geruch des Flurs, die Geräusche des Leids, die verlorenen Seelen umkreisten Ihn schon so oft. Alles im sterilen Weiss - umgeben von der Einsamkeit. Jeder Blick eines Menschen, so Sehnsüchtig wie nie zuvor gesehen - nach der Erlösung flehend. 

Starke Wirkungen von der Pein des Schicksals. Laster, die seine Seele erstarren liesen. Der Gedanke an den Grund, liess Ihn einfach nicht los. Neuigkeiten - so starkt geprägt von Schmerz und Leid. Die Zeit blieb für Ihn nicht stehen, sie flog an Ihm vorbei. Lediglich die letzten Minuten seines Lebens waren jetzt noch frei. Gar waren diese Minuten noch nicht gekommen, so waren Sie ihm ziemlich nah. Jedes Wort von so greifbarer Nähe - sein Verstand kam nicht mehr klar.

Der eiserne Wille, dem Schicksal ein Feind zu sein, hält Ihn am Leben um sein eigenes Ich zu sein. So oft versteckt, die Gefühle der Angst. Verdrängt in Tränen, vergessen im Glauben, erhofft in der Nähe.

Er stellte sich lediglich die Frage, wie oft man die Gedanken steuern kann!?

 

Er bewegte seinen Kopf, senkte Ihn etwas ab - als er von den Erinnerungen loslies. Der Blick auf den Tisch, ergab das Übliche - mehr Chemie, als sein Herz verträgt.

 

 

1.11.08 19:36, kommentieren

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Sekunden des Alltags

// Es war nicht später als 16:00 Uhr – als sie Ihm begegnete. Etwas gezwungener und doch lang anhaltender Blickaustausch, geprägt von dem Lärm – der Ihn umgab.//

Ich sah sie etwas länger in diesem Zustand an. Es schien schon ewig anzuhalten, so zart und wunderschön zugleich. Sah ich Sie doch mit anderen Augen, in dem Moment der Einsamkeit. Gar stehn geblieben schien die Zeit, ohne die Rücksicht auf Verluste – prägte sie mein Herz.

Auch flossen innerlich die Tränen, die dem Ende gewidmet waren – welches unausweichlich war. Betrachtend blickte ich noch einmal – ohne sehr aufdringlich zu sein. Ihre Haarespracht, rührte sich im Zug der Einkaufsstrasse und lies die einzeln Wundersträhnen an dem wohl zärtlichsten Gesicht anlehnen. Die Wimperntusche, in Eile und mit wenig Sorgfalt aufgebracht – stach mir ins Auge, ohne sehr auffällig zu sein. Das Lipgloss strahlte nicht aufgrund der Farbe, es waren eher diese Lippen – die jedes einzelne Detail in der Umgebung in den Schatten stellten. Auch gab es diese kleinen Fehler , so waren sie für mich die Schönheit überhaupt. Die eng anliegenden Jeans betonten all ihre wunderschönen Kurven und zogen mich einfach in ihren Bann. Man roch schon auf Entfernung, dass sie eine Wolke aus Channel Nr.5 umgab und jegliche Aufmerksamkeit beim männlichen Geschlecht hervorruf.

Es dauerte nur wenige Sekunden, bis ich Sie nicht mehr in der Menge sah – doch fühlte ich noch Stunden und saß ganz reglos dar.

// Das wohltuende Gefühl des Anblicks der Schönheit verblasste immer mehr in den weiteren Stunden der Einsamkeit und brachte eine unbegreifbare Leere in den Alltag ein. //

1 Kommentar 9.4.08 18:02, kommentieren

In Einklang mit der Angst....

 

//Der Apfelsinengeruch breitete sich durch das ganze Zimmer aus. Die Kerze leuchtete einsam und still vor sich hin. Etwas unheimlich, nicht anders als sonst und doch eigenartig. An seinen Fingern floß der Apfelsinensaft und tropfte unaufhaltsam auf den Teller. Voller Schönheit, die der Teller - leicht feucht, mit der Spiegelung der Kerze ausstrahlte sah er lediglich die Apfelsine im Vordergrund. Fruchtig reif, einfach und doch faszinierend.//

 

Setzen wir uns irgendwann mit dem Ende auseinander oder versuchen wir besser diesen Gedankengang mit dem täglichen Leben und der Suche nach "dem" Sinn zu verdrängen?

Leichteres und Nerven sparender ist selbstverständlich die zweite Alternative, die wohl auch die meisten Anhänger in unserer Gesellschaft wiederfindet. Vielleicht ist es die Angst, die hierbei auftritt unser größter Feind?

Natürlich, ist es schwer nachzuvollziehen, dass man keine Angst haben kann, wenn einem der Gedankengang kommt, dass alles ein Ende hat und man nicht mehr atmet. Die meisten werden wohl schon an dieser Stelle Atemnot bekommen und Ihrer WinAmp Playlist gesellschaft leisten. Wenn man weiter überlegt, wird einem im Endeffekt sofort deutlich, dass man sein Leben nicht in dem dafür vorgesehenem Maße lebt. Man wirkt nach so einem Gedankengang fast parallysiert und ängstlich - versucht sich wahrscheinlich wieder aufzufangen und mit Hoffnungsschimmern weiter nach vorne zu schauen. Was uns bleibt ist eigentlich nur die Erkentnis, dass es dadurch nicht besser wird. Das was passiert ist, ist nunmal geschehen und Vergangenheit - auch wenn diese sehr lastet. Und alleine diesen einzigen Aspekt, der vielleicht dazu verhelfen könnte, dass wir es ab diesen gewissen Sekunden besser machen - zerstören wir mit unserer bloßen banalen Art ein Mensch zu sein und verdrängen alles. Setzen diesen einen Punkt und warten bis zum nächsten stillen und angsteinflössenden Gedankengang an einem kalten Winterabend. Mit jedem Jahr wird es dann schwerer und komplizierter, was die Sache noch mehr unlösbar macht. Was passiert an dieser Stelle? Werden wir ein anderer Mensch, wenn uns unser "altes" Ich zu viel wird?

 

Mode, Trend und alles was in unserer Gesellschaft damit zu tun hat, ist für mich nichts anderes...die Flucht vor sich selbst und damit dem großen Schmerz...

 

// Die Apfelsine verschwand mit einigen langsamen Genußmomenten hinter seinen Lippen und besiegelte damit Ihr Ende.//

30.10.07 20:29, kommentieren

Lauschen

 

 

 

Kannst du es hören...?

 

 

 

 

30.9.07 23:07, kommentieren

Zurück ins Leben...

 

//Es war alles hygienisch, die Farbe weiss prägte seine Umwelt. Der leicht streng reizende Geruch übertraff all seine Sinne - die lediglich von der Angst und Unsicherheit geprägt waren. Er hörte deutlich den Wind und das Geräusch - welches durch die Tür kurzzeitig verursacht wurde. Mit einem blossen Blick und Lächeln versuchte er jeden Tag den Schmerz zu vertuschen.//

 

Etwas mit anderen Augen zu sehen, was zuvor nur in den Schatten gestellt wurde, beeidruckte Ihn immer mehr und brachte die Konsequenz mit sich, dass es so bleiben wird. Mit einigen Gedanken und Träumen von der Vergangenheit und Zukunft liess er diesen Kaptiel seines Lebens ruhen und blickte mit einem ehrfürchtigen Blick in seine Zukunft.

 

//Etwas überrascht von den Gedanken und Träumen die wiedermal seinem "Engel" galten - starrte er auf die Decke und wartete auf die Erlösenden Worte...///

 

 

 

3.9.07 20:00, kommentieren

Lüge...

 

Der verzweifelte Blick aus dem Fenster, sehnsüchtiger als er je sein könnte. Die Bäume erstrahlten in einem wunderschönem Grün, verschwommen mit den graublauen Farben des Himmels. Einiges deutete auf einen schönen Tag - alles vergebens.

Die Prognose führte zu der gleichen Konsequenz wie die Jahre zuvor. Es war 10:55 - nicht viel anders als früher. Leichter Schmerz, linke und obere Brustregion, abweichend leichte unbeschreibliche Symptome  - alles nicht physischer Art.

Erkenntnis: Nicht wir verändern uns mit der Zeit - die Zeit verändert uns.

Ziele in diesem Jahr: Lernen ein Mensch zu sein.  

 

11.8.07 10:52, kommentieren

Der Tag, der gar nicht vorhanden ist...

 

// Mit jedem leisem Geräusch, das er wahrnahm, bewegte sich der Sekundenzeiger Richtung der fettgedruckten Nummer 12. Schien auch der Zeiger selten still, war das Ungewisse deutlich zu spüren. Die Sonnenstrahlen drangen durch das doppel-verglaste Fenster, die von den Paletten mit der Ware abstrahlten und schufen eine angenehme Wärme auf seiner Haut. Die Staubpartikel erwachten aus der unsichtbaren Ebene und gönnten sich einen denkwürdigen Augenblick, der ihnen durch die Sonne geschenkt wurde. Sonst so bedeutungslos, schienen sie die Unendlichkeit zu kennen - aus einer Welt, die wir uns nicht vorstellen können. Die Geräusche, die dem Sekundenzeiger ihr Dasein zu verdanken hatten, ertönten nicht zum Takt des Zeigers. Etwas verwundert und erstaunt, machte er sich Gedanken über die Zeit: //

 

Die Zeit - ein Mittel zum vereinfachen des Lebensablaufs oder doch etwas, was es wirklich gibt und uns Menschen prägt?! Jeder spricht von der Vergangenheit, von der Gegenwart und Zukunft. Selten wird jedoch anscheinend darüber nachgedacht, was Zeit überhaupt ist. Die Zeit hat in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Wert - In der Welt, wo nichts und niemand ohne einen festen Tagesablauf und Terminen leben kann, wäre es unvorstellbar auch nur einen Tag ohne die Auskunft der Zeit, die eine banale Maschine an unsere tragbaren Sekunden- und Stundenzeiger übermittelt und ihre Position verändern lässt, zu überleben. Das totale Chaos von amoklaufenden Geschäftsleuten und Psychopathen die versuchen die Weltherrschaft an sich zu reißen, während die restlichen Menschen versuchen nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen und Verschwörungstheorien in die Menge werfen. Die noch etwas harmlos geschilderte Situation, die mindestens genau so eintreffen Würde, wie die Wahrheit der Tatsache, dass unser Staat mehr an der Ölsteuer verdient - als Amerika in einem Jahr ausgibt, wird oft verdrängt und in die Unvorstellbare Schublade gesteckt.

Stellt man sich mal den Ablauf unseres Alltages vor, so stößt man auf unlösbare Probleme. Es fängt mit dem Aufstehen an, wer bzw was erlöst uns aus dem Traum?! Zu welchem "Zeitpunkt" müssen wir an unserer Arbeitsstelle und wann verlassen wir wieder diesen geliebten Ort?! Es scheint tatsächlich schier unmöglich da man allein an die Grenzen seines Wortschatzes trifft, sobald man "Zeitpunkt" umschreiben will. Wo sind wir in der heutigen Gesellschaft angekommen, dass wir so "intelligente" Menschen verloren wären - ohne die Zeit. Zurückversetzt in das Steinzeitalter, wo wir wie Wilde Tiere versuchen zu überleben - wobei so was neues wäre es doch nicht...

 

// Er überlegte kurz und machte sich mehr Gedanken zu seiner Theorie von dem "Tag": //

 

Der Tag - aus der gewöhnlichen Sicht, tritt mit jedem Überschreiten des Uhrzeigers der Nr. 12 auf unserer runden Scheibe des Lebens, ein und wird gnadenlos akzeptiert und nicht mal in erwägung gezogen dies zu hinterfragen. Was jedoch sagt uns - es ist ein neuer Tag?! Eine banale Scheibe mit zwei Plastikzeigern, die sich einen Millimeter weiter bewegt? Oder hab Ich in meinen jungen 19 Jahren immer wieder verpasst als die Sonne ausging?! Es mag sehr banal klingen - ist es aber auch. Es gibt nämlich keine Anzeichen darauf, dass ein neuer Tag beginnt... - Unser Herz hört nicht kurz auf zu schlagen, die Sonne geht nicht aus und die Welt bleibt nicht für einen Moment lang stehen. Es entscheidet also lediglich die zur vereinfachung unseres Lebens dienende Zeit . So leben wir im Endeffekt immernoch an dem einem Tag - sprich, Jesus wurde heute geboren und ist heute gestorben, die Weltkriege fanden heute statt und haben heute aufgehört.

 

Wer will mir jetzt sagen, dass Angst das größte Mittel zur Macht ist ?

 

// Selbst, sehr erschrocken von dieser Ansicht und der Tatsache das er wirklich so denkt, versuchte er einen anderen Gedanken zu fassen. //

 

 

6.6.07 10:14, kommentieren